Rollen

Anspruch
50%
G-Kräfte
25%

Wenn du dich mit den Nickbewegungen wohl fühlst und ein Gefühl für das Timing bekommen hast, das dir dein Gleitschirm vorgibt, geht es zum nächsten Level. Beim Rollen werden Bewegungen um mehrere Achsen kombiniert. Neben der eigentlichen Rollbewegung bewegt sich dein Gleitschirm auch um die Quer- und die Hochachse. Du wirst schnell merken, dass es kaum ein Patentrezept gibt, jede Pendelbewegung ist anders, das Timing ändert sich ständig. Das macht das Rollen und die daraus resultierenden Wingover, sobald du die Höhe deiner Stabilos erreichst, zur Königsdisziplin des dynamischen Fliegens.

Wie wird das Rollen geflogen?

Über Gewichtssteuerung

Du bist über die Tragegurte mit deinem Gleitschirm verbunden und kannst diese durch geschickte Bewegungen im Gurtzeug unterschiedlich belasten. Dadurch verändert sich die Flächenbelastung der beiden Hälften deines Gleitschirms und du kannst sogar die Kappe verformen. So kannst du deinen Gleitschirm in schöne, runde Pendelbewegungen versetzen. Das Gute daran ist, dass dir dein Gleitschirm genau zeigt, was funktioniert und was nicht. Für maximale Dynamik lass die Bremsen ganz los. Du kannst dich bei dieser Übung auch an den Tragegurten festhalten, um den Effekt der Gewichtsverlagerung noch zu verstärken. Versuche einen Rhythmus zu finden, bei dem du dem Pendel bei jedem Ausschlag etwas Energie gibst. Spiel mit dem Zeitpunkt der Gewichtsverlagerung auf die Gegenseite, versuche es am höchsten Punkt der Bewegung oder kurz danach. Du wirst merken, wenn du und dein Gleitschirm die gleiche Sprache sprechen.

Mit den Bremsen

Nachdem du das Timing mit der Gewichtssteuerung gelernt hast, kannst du die Bewegung jetzt nur auch mit den Bremsen erzeugen. Ein guter Zeitpunkt für den Bremseinsatz ist der tiefste Punkt, wenn du vor dem Kurvenwechsel genau unter dem Schirm bist. Arbeite zunächst mit kleinen Inputs, etwa bis zur Mitte deines Beschleunigungssystems. Variiere den Zeitpunkt und die Länge deiner Bremseingriffe. Du wirst merken, dass die Bremse noch einmal eine viel größere Wirkung hat als die Gewichtssteuerung.

Kombination aus beidem

Versuchen Sie nun, beide Steuerungseingänge zu kombinieren. Nimm kurz nach dem höchsten Punkt der Bewegung das Gewicht auf die gegenüberliegende Seite und gebe am tiefsten Punkt einen Bremsimpuls auf die neue Seite. Du wirst bald merken, dass die Schwierigkeit jetzt darin besteht, dass die Bewegungen nicht immer höher werden. Versuche die Schwünge zunächst bewusst klein zu halten.

Fehlerbilder

Keine harmonische Bewegun

Beende das Manöver und fange von vorne an. Rollen ist wie Schaukeln und irgendwann wirst du den richtigen Rhythmus finden und es wird plötzlich funktionieren. Konzentriere dich zuerst auf die Gewichtsverlagerung. Allein damit kannst du schon beeindruckende Rollmanöver fliegen.

Asymmetrie

Super, du weißt, wo du bist und wo du hin willst. Analysiere deine Bewegungen. Vielleicht findest du irgendwo eine kleine Asymmetrie? Vielleicht sitzt du schief im Gurtzeug oder eine deiner Gurtzeugschnallen hat sich mit der Zeit etwas geöffnet? Dein Gurtzeug sollte dir so viel Halt geben, dass du bei deinen Manövern weder seitlich noch in Längsrichtung verrutscht.

Bewegungen zu hoch

Die Tatsache, dass die Rollbewegungen immer höher werden, ist zunächst ein Zeichen dafür, dass du einen guten Rhythmus gefunden hast. Probiere kleinere Bremseingriffe und etwas früher zu bremsen. Wenn du kurz vor dem Kurvenwechsel bremst, wird der nächste Schwung nicht so hoch.

Ausleitung

Die Rollbewegung lässt sich auf verschiedene Arten ausleiten.

Ausleitung durch Rolldämpfung

Wenn du Zeit und Geduld hast, gib beide Bremsen frei und warte, bis der Schirm durch seine Eigendämpfung die Schwingung wieder abgebaut hat. Wenn der Schirm nach vorne kommt, kann er durch einen Bremsimpuls gestoppt werden.

Ausleitung über Kreisbahn

Eine andere Möglichkeit ist, die Energie in einem Kreis mitzunehmen. Dafür bleibst du auf der Bremse und führst den Schirm in eine Kreisbahn, die du langsam immer flacher werden lässt.

Ausleitung über Nickbewegung

In dem Moment, in dem du normalerweise die Bremse auf der Gegenseite ziehen würdest, um die Kurvenrichtung zu wechseln, löse beide Bremsen und verlagere dein Gewicht in die Neutralstellung. Der Schirm setzt nun den gesamten Schwung in eine Steigbewegung um. Wenn der Schwung aufgebraucht ist, wird das Pendel wieder aktiv. Der Schirm wird nun nach vorne nicken und du kannst ihn abfangen, sobald er über dich kommt. Profis korrigieren die Steigbewegung durch feine Eingriffe mit dem Körper und der Bremse, damit sie symmetrisch wird.

Beim Rollen wird mit kleinen Inputs über die Bremse und kräftiger Gewichtsverlagerung gearbeitet. Bleib vorerst bei diesen kleinen Inputs und folge dem Rhythmus, den dir der Schirm vorgibt. Versuche nicht, den Gleitschirm mit immer grösser werdenden Bremskräften zu einer Bewegung zu zwingen. Achte wie immer auch während des Manövers auf deine Position und Höhe.

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