Genauso wichtig wie deinen Gleitschirm kennenzulernen ist es, dein Gurtzeug zu kennen. Lerne seine Stärken und Schwächen kennen und lerne ihm zu vertrauen. Nur wenn du dich in deinem Gurtzeug wohl fühlst und ihm vertraust, kannst du dich beim Fliegen entspannen und das Gurtzeug kann so funktionieren, wie es konstruiert wurde.
Es gibt ein paar gute Übungen, um dich mit deinem Gurtzeug vertraut zu machen
Kurven nur mit Gewichtsverlagerung

Versuche herauszufinden, wie du mit deinem Gleitschirm nur durch Gewichtsverlagerung am schnellsten einen Kreis fliegen kannst. Wie viel Gewichtsverlagerung ist möglich, bis dein Gurtzeug durch die Kreuzverspannung blockiert?
Lehne dich im Gurtzeug ganz nach hinten und verlagere dein Gewicht durch eine Rollbewegung mit dem ganzen Körper. Wenn dir beim Zurücklehnen der Halt fehlt, überprüfe nochmals die Einstellung des Gurtzeuges. Vielleicht kannst du die Schultergurte etwas enger stellen, um mehr Kontakt zum Gurtzeug zu bekommen.
Position Rettergriff

Nutze die Minuten auf dem Weg zur Trainingsposition in ruhiger Luft, um immer wieder mit geschlossenen Augen nach deinem Rettergriff zu greifen, so wie du es schon bei der K-Probe gemacht hast. Solltest du deinen Retter einmal brauchen, wirst du ihn blind und sofort finden.
Beschleuniger

Besonders wenn du deine Ausrüstung gewechselt hast, solltest du von Zeit zu Zeit überprüfen, ob dein Beschleuniger richtig eingestellt ist. Du solltest in der Lage sein, mit vollständig gestreckten Beinen symmetrisch und vollständig zu beschleunigen.
Twist
Mit dieser Übung kannst du ausprobieren, wie es sich anfühlt, deinen Schirm rückwärts zu fliegen. Halte die Bremsen ganz normal in den Händen, greife die Tragegurte auf Höhe der Umlenkrollen und drehe dich mit einem beherzten Schwung ein. Jetzt wirken nicht nur die Bremsen verkehrt herum, sondern auch die Gewichtsverlagerung. Wenn du beim Eindrehen sehr viel Kraft brauchst um die Position zu halten, versuche dich noch etwas weiter einzudrehen. Ab 270° wird es deutlich stabiler.